Placidus und Sigisbert   

Freunde über den Tod hinaus (Disentis GR)

Ort

Disentis

Gedenktag

11. Juli

Leben / Legende

Die Überlieferung erzählt, dass Sigisbert ein Schüler von Kolumban und Gallus war. Er lebte zuerst im Ursental und errichtete dann mit einer Schar Mönche in Disentis eine Zelle. Dabei wurde er vom churrätischen reichen Gutsherrn Placidus tatkräftig unterstützt.

Fürst Viktor von Chur begann um die Selbstständigkeit Churrätiens zu fürchten und liess Placidus ermorden. Placidus nahm sein Haupt in die Hände und trug es zu Sigisbert in die Zelle, wo er bestattet wurde.

Nach Sigisberts Tod wurde er neben Placidus begraben. Auf dieser Zelle, so heisst es, ist das Kloster Disentis gebaut worden.

Geschichtliches

Im sogenannten Tellotestament vermacht Tello, ein Sohn Viktors von Chur, im Jahr 765 dem Kloster grosse Schenkungen als Wiedergutmachung für Placidus` Ermordung. Darauf und auf Grund von archäologischen Ausgrabungen wird die Gründung des eigentlichen Klosters heute auf die zweite Hälfte des 8. Jahrhunderts festgelegt.

Die Lebensgeschichte von Placidus und Sigisbert ist durch die lateinische «Passio Placidi» überliefert. Sie stammt aus dem Ende des 12.Jahrhunderts und bildete die Brevierlesung für das Hochfest der Heiligen am 11. Juli. Diese liturgischen Texte dienten der Erbauung und sind deshalb keine zuverlässigen Geschichtsquellen. Auf der Homepage des Klosters Disentis findet sich der deutsche Text der «Passio Placidi».

Sehenswürdigkeiten

Kloster Disentis

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