Bernhard von Menthon   

Hunde-Fans bis heute bestens bekannt (Grosser St. Bernhard VS)

Ort

Grosser Sankt Bernhard (Kanton Wallis)

Geschichte

Sein Name ist bis heute ein Begriff – als Bezeichnung einer Hunderasse: Der Heilige Bernhard von Menthon (oder Aosta) (gestorben ca. 1081) gründete um 1050 das Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard (2469 Meter über Meer) und kurz darauf ein zweites auf dem Kleinen Sankt Bernhard. Diese beiden Einrichtungen waren eine der ersten, die sich für die Rettung aus Bergnot engagierten. Schon zu dieser Zeit überquerten viele Reisende und Pilger diese beiden Pässe auf ihrem Weg vom Wallis ins Aosta-Tal und zurück. Die Mönche, die auf dem Grossen Sankt Bernhard lebten, trainierten Hunde als Helfer und züchteten eine eigene Hunderasse – die Bernhardiner.

Gedenktag

15. Juni (gebotener Gedenktag im Bistum Sitten)

Schutzpatron

der Alpenbewohner und Bergsteiger

Sehenswürdigkeiten

Multimedia

Reise zum Grossen Sankt Bernhard-Pass

Literatur-Empfehlung

Anja Ebener: «Die Hospiz-Bernhardiner – weit mehr als ein Mythos»

Was hat eine Hunderasse mit einer katholischen Ordensgemeinschaft zu tun? Wie kamen die Tiere auf den Pass? In ihrem mit vielen Farbfotografien versehenen Buch erzählt Anja Ebener die 900-jährige Geschichte des Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard und der Bernhardiner-Hunde, die seit ca. 1650 auf dem Grossen Sankt Bernhard aufgetaucht sein sollen und zunächst zum Schutz der Chorherren und ihrer Gäste eingesetzt worden sind.

Ein Buch mit vielen spannenden Einblicken und wichtiges Zeitdokument, nicht nur für Hunde-Fans!

Blaukreuz-Verlag, Bern 2011, ISBN 978-3-85580-487-0